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Bürgerinitiative Gartenquartier Deichstraße

Bauverfahren Gartenquartier Deichstraße in Edigheim

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach unserem offenen Brief an den Stadtrat gab es viele Reaktionen der Fraktionen im Stadtrat .

Offener Brief an den Stadtrat Ludwigshafen Ludwigshafen den 07

Der Ortsbeirat Oppau hat am 23.02.16 einstimmig beschlossen das Umlegugngsverfahren für das Baugebiet Gartenquartier Deichstraße zu beenden. Nun muß der Stadtrat endgültig eine Entscheidung treffen und eine Lösung mit den Anwohnern finden….

 

Wir, die Bürgerinitiative Gartenquartier Deichstraße wollen Sie über das Bauverfahren Gartenquartier Deichstraße informieren bzw. auf dem Laufenden halten.
Den über 800 Bürgerinnen und Bürgern unter Ihnen die schon Ihre Solidarität durch Ihre Unterschrift gezeigt haben, möchten wir herzlich danken.
Unsere Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Gartenquartiers Deichstraße haben wir am 26.04.2014 gegründet. Wir sind Anwohner der Brühlstraße und Deichstraße, aus dem Stadtteil Ludwigshafen Edigheim. Wir vertreten die Anliegen unserer Nachbarschaft. Von Seiten der Stadt ist eine Bebauung zwischen Brühl- und Deichstraße geplant. Die Zufahrt zu der Straße soll zwischen den Garagen der Anglerstraße erfolgen, mit einer Stichstraße bis zur Kurt-Faber-Straße.
Ein Bebauungsverfahren wie dieses wird von uns kategorisch ablehnt. Es ist gegen den Willen der Anlieger und Bürger unsinnig und naturzerstörend.

Die Bebauung des Gartenquartiers Deichstraße ist aus unserer Sicht:

Bürgerfeindlich:

Die Eigentumsverhältnisse der Anlieger sind unterschiedlich. Es gibt Eigentümer der Grundstücke, Erbpacht- und Grabenlandverträge. Durch ein sogenanntes Umlegungsverfahren geht ungefähr die Hälfte des Grundstückes jeder Anliegerfamilie zwangsweise über in die Bebauungsfläche. Ein Umlegungsverfahren mit Privatgrundstücken ist rechtlich korrekt, jedoch bürgerfern und befremdlich. Für den Betroffenen ist es „gefühlt eine Enteignung“. Will man sein Grundstück zurück, so muss man es als Bauland zurückkaufen und die Anliegerkosten bezahlen.
Eine Kommunikation mit den Anliegern wurde gar nicht ausreichend gesucht bzw. war gar nicht gewollt.
Dass Bürger mit Erbpacht wie Rechtlose behandelt werden ist erschreckend.
Anlieger, die Erbpachtgrundstücke kaufen wollten, fanden keine Berücksichtigung.
Wir und unsere Kinder werden seit 10 Jahren mit der Thematik belastet. Man kann nachvollziehen, welche Gefühle eine Familie hat, wenn sie das halbe Grundstück zwangsweise abtreten soll und die Lebensqualität durch enge Bebauung im eigenen Heim zerstört wird.
Ein Alptraum für Jeden! Der Ortsvorsteher bezeichnet dies und die hohen Anliegerkosten, die auf uns zu kämen als „Unannehmlichkeiten“ -ohne Worte-.

Unsinnig:

Auf Grund der Grundwasserproblematik soll der Bodengrund für die neuen Häuser ausgetauscht und auf ca.1m erhöht werden. Das Erdgeschossniveau nochmals in einer Bodenwanne 30-50 cm darüber gebaut, um die neuen Häuser vor Druckwasser zu schützen. Da der Kanal zu klein ist soll das Oberflächenwasser in einem Mulden-Rigolen–System versickern.
Diese aufwendige Bebauung zum Schutz vor Grundwasser wäre nicht nur für die neuen, sondern auch vor allem für die vorhandenen anliegenden Häuser und Anrainer zu prüfen.
Gerechtfertigt wird das Verfahren damit, dass nicht genügend Baufläche Innerorts zur Verfügung steht. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Allein in nächster Nähe sind zwei Areale die bebaut werden können. Der Atzelhof (leer stehende Wohnblöcke in der Deichstraße) ist eine große Fläche und ist sogar im Besitz der Stadt. Außerdem sind am Nagelweiher Bauruinen und leer stehende Geschäfte. Diese Ruinen verschandeln den Ortsteil. Beide Areale verfügen bereits über Straßen- und Kanalanschluss. Im Umkreis von 100 m Luftlinie stehen desweiteren mehrere Häuser zum Verkauf.
In anderen Bereichen von Edigheim gibt es weitere Freiflächen, die eine sinnvolle Verdichtung ermöglichen. Im Zinkig -zum Beispiel- gibt es ein riesiges Gebiet auf dem unseres Wissens nach 54 neue Einfamilienhäuser Platz finden könnten und noch einige Bauflächen deren Planung noch offen ist…
Auch ist unserer Meinung nach die Belastung der Verkehrs- und Parkplatzsituation in der Anglerstraße zu beachten.
Wir zweifeln daran, dass potentiell neue Anwohner, die erfahren, dass sie hier als Nachbarn abgelehnt und nicht gewollt sind hier her ziehen. Man würde sich eine feindselige Nachbarschaft schaffen -in einem Stadtteil wie Edigheim, der bisher von gutem Miteinander geprägt ist-.
Hier werden Steuergelder gegen den Willen der Bürger verschwendet, wenn man an diesem Verfahren festhält.

Naturzerstörend:

Lebensraum vieler Tiere und auch gefährdeter Tierarten (Rote Liste) sind die Gärten der Brühl- Deich- und Kurt-Faber-Straße u.a. geschützten Säugetieren, Vögeln wie Eulen, Reptilien und Amphibien…
Flora und Fauna sollen dem Beton weichen.
Grünflächen erhalten und schaffen sollte das Ziel in Edigheim sein.

Sommerzeit ist Schmetterlingzeit im Gartenquartier Deichstraße:

 

Vielen herzlichen Dank und liebe Grüße

Ihre Nachbarn und Mitbürger der Bürgerinitiative Gartenquartier Deichstraße